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| Bärentango: Mit Risikomanagement Projekte zum Erfolg führen von
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No risk - no fun!
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Erfolg ist in den meisten Fällen direkt mit seinem Gegenspieler, dem Risiko, verbunden. Wie schon ein altbekanntes Sprichwort sagt: "No risk, no fun!". Wer in einem Projekt jedem Risiko aus dem Weg geht, wird scheitern - das zumindest ist eine der Grundthesen von Tom DeMarco und Timothy Lister, die sie in ihrem Buch "Bärentango" vertreten. Den meisten IT-Arbeitern muss man die beiden Autoren gar nicht mehr vorstellen - kaum ein anderes Autorenpaar hat so viele Meilensteine im Projektmanagement gelegt wie sie. Schließlich arbeiten sie bereits seit über 30 Jahren als Berater und fast jedes ihrer Bücher enthält unschätzbare Weisheiten für den Projektalltag - vorgetragen in einem eingängigen und kurzweiligen Schreibstil, gewürzt mit hervorragenden Anekdoten.
"Wenn ihr nächstes Projekt kein Risiko birgt - lassen Sie die Finger davon". Eine ziemlich harte Aussage, aber auch definitiv eine wahre. Ein Projekt ohne Risiko verfolgt entweder kein lohnenswertes Ziel (denn sonst wäre es schon längst von der Konkurrenz realisiert worden) oder aber Sie haben einige Risiken übersehen oder gar mit Absicht ignoriert. In keinem Fall eine gute Sache. Aus diesem Grund plädieren DeMarco und Lister für ein rigoroses Risikomanagement. Schließlich kann man Risiken nur dann versuchen zu kontrollieren, wenn man sich ihnen bewusst ist. Und oft ist es der einzige Weg, der "Das-schaffen-wir"-Mentalität in Unternehmen beizukommen, denn Risiken kann man weder wegbeten, noch ohne Schaden ignorieren. Oder wie es die Autoren selbst sagen: "Schlechte Dinge, die sich ereignen können (Risiken), ausdrücklich zur Kenntnis zu nehmen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu treffen, ist ein Zeichen von Reife". Dabei vergessen sie aber nicht zu erwähnen, dass Risikomanagement natürlich auch seinen Preis hat und sowohl Geld als auch Zeit kostet. Doch dass es dennoch ein lohnenswertes Unterfangen ist, zeigen die Autoren im Verlauf vieler Fallbeispiele wirklich eindrucksvoll.
Risikomanagement besteht aus einer Reihe von Teilaktivitäten, wie der Risikoidentifikation, der Risikobewertung, der Eventualfallplanung, der anschließenden Risikobewertung sowie einer fortlaufenden Beobachtung der Eintrittsindikatoren, gefolgt von einer abschließenden Post-mortem-Analyse um Verbesserungen voranzutreiben. Die Autoren gehen auf jede dieser Aktivitäten ausführlich ein und liefern nebenbei hervorragende Hinweise, wie man Risikomanagement im Unternehmen am besten etabliert.
Im Laufe des Buches entwickeln DeMarco und Lister ein Rezept, anhand dessen der Leser seinen eigenen Risiken auf die Schliche kommen kann. Nach der Lektüre dieses Buches werden Sie Unsicherheitsdiagramme lieben und werden Projekttermine mit anderen Augen betrachten. Mithilfe der Werkzeuge in diesem Buch werden Sie Risiken einzuschätzen lernen und sie visualisieren können. In summa: Sie werden ihre Projekte unter Kontrolle haben. Zwar werden deswegen immer noch nicht alle Projekte Erfolg haben, aber zumindest wissen sie schon früh, wenn Probleme auftreten, und erfahren es nicht erst drei Wochen, nachdem das Projekt für gescheitert erklärt wurde. Kurz und knapp: Wenn Sie für dieses Buch keinen Platz mehr auf ihrem Regal haben, wird es Zeit für eine größere Wohnung! :-)
Eine Rezension von Florian Potschka > München
vom 2. Juli 2008 | | |
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