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Realisierung dieser Verfahren ist nicht Teil der Standardisierung, sondern bleibt der
Implementierung überlassen.
3. Agent Naming definiert ein Namensschema und die Semantik der Namen sowohl für
Agenten als auch für Agentensysteme.
4. Agent Tracking spezifiziert, wie ein Agent lokalisiert werden kann.
5.5 Mobile Agent System Architecture - MASA
5.5.1 Einstieg
Die erste Version der Mobile Agent System Architecture nannte sich Flexible Management
Agent (FMA). Diese erste Version basierte auf dem Java Agent Template (JAT) von Rob Frost
und war bereits in Java implementiert. Es verwendete als Kommunikationsmodell die Knowl-
edge Query Manipulation Language (KQML).
Zum einen gab es keine Werkzeugunterstützung für die Kommunikation über KQML, zum
anderen waren in JAT nur wenige, prototypische Basisdienste implementiert; genutzt wurde
nur ein Agent Naming Service (ANS) und ein Agent Event Service (AES). Außerdem wurde in
KQML kein explizites Informationsmodell definiert. Da absehbar war, daß seitens der Agent
Society keine schnelle Verbesserung dieser Situation zu erwarten war, wurde auf eine
Middleware migriert, die weit ausgereifter, mächtiger, sowie besser werkzeugunterstützt war
und im Management eine zunehmende Bedeutung erlangt: nämlich die Common Object
Request Broker Architecture (Corba) der OMG.
Für diese Version wird in Anlehnung an die Terminologie der OMG die Bezeichnung Mobile
Agent System Architecture verwendet(MTR_99). Die Implementierung wurde vollständig neu
entwickelt, basierte also nicht mehr auf JAT. Im Zuge der Migration wurde KQML durch das
Corba-Kommunikationsprotokoll IIOP ersetzt und die Agenten-Basisdienste durch die
entsprechenden Corba-Dienste ersetzt. Ferner wird der OMG-Standard MASIF unterstützt.
Implementierungssprache ist weiterhin Java.
5.5.2 Einsatzszenarien und daraus resultierende Anforderungen
Die Umsetzung konkreter Managementziele, d.h. die Ermittlung der Managementaktionen zur
Durchführung einer Managementaufgabe, ist oft nicht in eindeutiger Weise entscheidbar und
unterliegt zudem verschiedenen Einflüssen bzw. Rahmenbedingungen, die oft im Widerspruch
zueinander stehen können(MTR_99).
Im IT-Management hat sich für derartige Regeln der Begriff Policy entwickelt.
Die für effizientes Policy-Management notwendige Verteilung der Managementinfrastruktur
sowie die Nutzung von Basisdiensten eines Agentensystems läßt den Aufwand, den die
Verwirklichung eines flexiblen Managementsystems erfordert, angebracht erscheinen. Für
weitere Informationen zum Thema Policy-Management möchte ich auf die beim Lehrstuhl
entstandene Arbeit Requirements for Policy-based Management of Nomadic Computing
Systems (Heilbr_98) verweisen.
Effizientes Nomadic Computing (siehe Heilbr_00), d.h. die Möglichkeit, überall und jederzeit die
Neben diesen grundlegenden Begriffen wurden in MASIF die folgenden Bereiche
standardisiert:
1. Beim Agent Management werden einheitliche Zugriffsschnittstellen definiert, um Agenten zu
erzeugen, suspendieren bzw. reaktivieren oder terminieren zu können. Ziel dabei ist, daß ein
Administrator auf die verschiedensten AS mit denselben Operationen zugreifen kann.
2. Agent Transfer standardisiert die Art der Übertragung des MA, d.h. die Aufrufschnittstelle
beim AS. Es wird ein Life-Cycle für Agenten spezifieziert und festgelegt, daß es eine
Möglichkeit der Serialisierung für Daten und Code des Agenten geben muß. Die konkrete
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