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Neue Organisationsmodelle: Verteilte und erweiterbare Managementsysteme

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21 die momentan umgebende IT-Infrastruktur transparent nutzen zu können, scheitert derzeit an Restriktionen des Managements in der besuchten Umgebung. Diese sind auf Sicherheits- und Abrechnungspolicies zurückzuführen, die die Nutzung lokaler Ressourcen durch fremde Systeme nicht erlauben. Zur Unterstützung des Managements der IT-Infrastruktur für Nomadic Computing sind unter anderem folgende Komponenten notwendig: -bezüglich des Managements integrierte Konfigurationsserver auf der Basis von DHCP und anderer standardisierter Konfigurationsprotokolle -integriert managebare Koppelelemente der Verbindungsschicht (Schicht 2) sog. Switches, um drahtgebundene und drahtlose Anschlußmöglichkeiten für nomadische Systeme überwachen und steuern zu können -managebare Trader, um die Dienstvermittlung an nomadische Systeme auf der Basis von verbreiteten Standards verwalten zu können (z.B. Service Location Protocol ) -mobile Abrechnungsagenten, um die Modalitäten der Abrechnung von in der besuchten Domäne erbrachten Dienste zwischen beteiligten Managementsystemen aushandeln und die Abrechnung durchführen zu können Alle diese Agenten lassen sich idealerweise auf der Basis von MASA realisieren, da eine enge Integration untereinander und mit den Agenten für andere Managementaufgaben offensichtliche Vorteile für das integrierte Management der gesamten Infrastruktur bietet. Ein wichtiges Problem heutiger IT-Infrastrukturen ist die unangemessene Behandlung von Management-Ereignissen. Tritt ein Fehler im zu managenden System auf, werden die Administratoren häufig mit großen Mengen von Ereignissen konfrontiert, die jeweils ein Symp- tom des selben Fehlers beschreiben. Die Identifikation kausal zusammenhängender Ereignisse und ihre Verdichtung zu einem einzigen Ereignis ist  Aufgabe eines Event- Korrelators (siehe Grusch_99) . Diese Event-Korrelatoren können mit Hilfe von Abhängig- keitsgraphen beschrieben werden. Die Aufstellung solcher Abhängigkeitsgraphen für komplexe IT-Systeme ist aufwendig. Das Problem einer integrierenden Komponente, wie einem Abhängigkeitsgraphen ist, daß die Anbindung an, z.B. zehn Managementwerkzeuge, mit jeweils einem Versionssprung pro Jahr zu zehn Versionssprüngen in der Implementierung des Abhängigkeitsgraphen führen würde. Das Konzept der flexiblen Agenten dient dazu, die Implementierung unter dieser Randbedingung wartbar zu machen. Der Abhängigkeitsgraph wird dazu in verschiedene Module aufgeteilt, die jeweils die Managementinformation repräsentieren, die von einem einzigen Managementwerkzeug verwaltet wird. Ein weiteres Problem ist daß ein komplexer Abhängigkeitsgraph nicht von einer einzelnen Person gewartet werden kann. Niemand besitzt genügend Wissen über alle Komponenten eines zu managenden Systems. Die Anforderung lautet also, daß das Managementsystem mit mehreren Administratoren, die jeweils für einen bestimmeten Teil des Abhängigkeitsgraphen verantwortlich sind und diesen relativ unabhängig voneinander weiterentwickeln wollen. Abhängigkeitsgraphen sind dynamisch, weil sie ein dynamisches System modellieren. Die Anforderung daraus lautet, daß ein Höchstmaß an Flexibilität erforderlich ist: neue Module müssen einfach hinzugefügt, auf einen neuen Stand gebracht oder entfernt werden können. Die Module, die den Abhängigkeitsgraphen repräsentieren, müssen miteinander und der Außenwelt, also den Managementwerkzeugen, von denen sie Daten beziehen, kommunizieren können. Die Kommunikation mit der Außenwelt muß mit einer der Protokolle möglich sein, die von Kommunikationspartnern verwendet werden. Fazit: Die Module der Implementierung des Abhängigkeitsgraphen sollten durch Softwarekomponenten implementiert werden, die miteinander und mit der Außenwelt kooperieren, dynamisch und flexibel konfiguriert, einfach installiert und von verschiedenen Personen administriert werden können.
  
Lehrbuch der Software-Technik, Bd.2, Software-Management, Software-Qualitätssicherung und Unternehmensmodellierung, m. CD-ROM (Gebundene Ausgabe)
von Helmut Balzert
Siehe auch:
Lehrbuch der Objektmodellierung. Analyse und Entwurf mit der UML 2 (Spektrum Lehrbücher der Informatik)
von Heide Balzert
Konfigurationsmanagement mit Subversion, Ant und Maven. Ein Praxishandbuch für Software-Architekten und Entwickler
von Gunther Popp
Der Systemtest. Anforderungsbasiertes Testen von Software-Systemen
von Harry M. Sneed
UML 2 kompakt
von Heide Balzert
 
    
     
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