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die momentan umgebende IT-Infrastruktur transparent nutzen zu können, scheitert derzeit an
Restriktionen des Managements in der besuchten Umgebung. Diese sind auf Sicherheits- und
Abrechnungspolicies zurückzuführen, die die Nutzung lokaler Ressourcen durch fremde
Systeme nicht erlauben.
Zur Unterstützung des Managements der IT-Infrastruktur für Nomadic Computing sind unter
anderem folgende Komponenten notwendig:
-bezüglich des Managements integrierte Konfigurationsserver auf der Basis von DHCP und
anderer standardisierter Konfigurationsprotokolle
-integriert managebare Koppelelemente der Verbindungsschicht (Schicht 2) sog. Switches,
um drahtgebundene und drahtlose Anschlußmöglichkeiten für nomadische Systeme
überwachen und steuern zu können
-managebare Trader, um die Dienstvermittlung an nomadische Systeme auf der Basis von
verbreiteten Standards verwalten zu können (z.B. Service Location Protocol )
-mobile Abrechnungsagenten, um die Modalitäten der Abrechnung von in der besuchten
Domäne erbrachten Dienste zwischen beteiligten Managementsystemen aushandeln und
die Abrechnung durchführen zu können
Alle diese Agenten lassen sich idealerweise auf der Basis von MASA realisieren, da eine enge
Integration untereinander und mit den Agenten für andere Managementaufgaben
offensichtliche Vorteile für das integrierte Management der gesamten Infrastruktur bietet.
Ein wichtiges Problem heutiger IT-Infrastrukturen ist die unangemessene Behandlung von
Management-Ereignissen. Tritt ein Fehler im zu managenden System auf, werden die
Administratoren häufig mit großen Mengen von Ereignissen konfrontiert, die jeweils ein Symp-
tom des selben Fehlers beschreiben. Die Identifikation kausal zusammenhängender
Ereignisse und ihre Verdichtung zu einem einzigen Ereignis ist Aufgabe eines Event-
Korrelators (siehe Grusch_99) . Diese Event-Korrelatoren können mit Hilfe von Abhängig-
keitsgraphen beschrieben werden. Die Aufstellung solcher Abhängigkeitsgraphen für komplexe
IT-Systeme ist aufwendig.
Das Problem einer integrierenden Komponente, wie einem Abhängigkeitsgraphen ist, daß die
Anbindung an, z.B. zehn Managementwerkzeuge, mit jeweils einem Versionssprung pro Jahr
zu zehn Versionssprüngen in der Implementierung des Abhängigkeitsgraphen führen würde.
Das Konzept der flexiblen Agenten dient dazu, die Implementierung unter dieser
Randbedingung wartbar zu machen. Der Abhängigkeitsgraph wird dazu in verschiedene
Module aufgeteilt, die jeweils die Managementinformation repräsentieren, die von einem
einzigen Managementwerkzeug verwaltet wird.
Ein weiteres Problem ist daß ein komplexer Abhängigkeitsgraph nicht von einer einzelnen
Person gewartet werden kann. Niemand besitzt genügend Wissen über alle Komponenten
eines zu managenden Systems. Die Anforderung lautet also, daß das Managementsystem mit
mehreren Administratoren, die jeweils für einen bestimmeten Teil des Abhängigkeitsgraphen
verantwortlich sind und diesen relativ unabhängig voneinander weiterentwickeln wollen.
Abhängigkeitsgraphen sind dynamisch, weil sie ein dynamisches System modellieren. Die
Anforderung daraus lautet, daß ein Höchstmaß an Flexibilität erforderlich ist: neue Module
müssen einfach hinzugefügt, auf einen neuen Stand gebracht oder entfernt werden können.
Die Module, die den Abhängigkeitsgraphen repräsentieren, müssen miteinander und der
Außenwelt, also den Managementwerkzeugen, von denen sie Daten beziehen, kommunizieren
können. Die Kommunikation mit der Außenwelt muß mit einer der Protokolle möglich sein, die
von Kommunikationspartnern verwendet werden.
Fazit: Die Module der Implementierung des Abhängigkeitsgraphen sollten durch
Softwarekomponenten implementiert werden, die miteinander und mit der Außenwelt
kooperieren, dynamisch und flexibel konfiguriert, einfach installiert und von verschiedenen
Personen administriert werden können.
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