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Neue Organisationsmodelle: Verteilte und erweiterbare Managementsysteme

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5 1   Einleitung Einer der am schnellsten wachsenden Bereiche innerhalb des IT-Betriebs ist das Management verteilter IT-Infrastrukturen. Die Gründe hierfür liegen insbesondere in der manuell kaum mehr beherrschbaren Komplexität der Netze, Systeme und Anwendungen. Schlecht beherrschabare Systeme, die zu kritischen Elementen in der Wertschöpfungsprozessen der Anwender geworden sind, verursachen im Fehlerfall hohe Kosten und Aufwand(MTR_99). Es ist daher nötig, durch geeignete (Management-)Systeme die Überwachung und Steuerung der IT- Infrastruktur zu gewährleisten. Allen klassischen und in der Praxis verwirklichten Ansätze ist gemeinsam, daß die Manage- ment-Funktionalität, die durch die Agenten implementiert ist, zur Entwicklungszeit fest definiert wird. Sie ist damit weder zur Installations- noch zur Laufzeit veränderbar. Heutige Daten- und Telekommunikationsnetze und insbesondere die darauf implementierten, verteilten Anwendungen unterliegen jedoch einem immer rascheren Wandel, der sich auch im Bedarf für ein flexibles, skalierbares und neuen Anforderungen angepaßtes Management äußert. Die Agenten für das Management der Ressourcen müssen also zunehmend auch nach der Inbetriebnahme in ihrer Funktionalität modifiziert werden können. Man geht neue Wege und widmet sich den Software Agenten, der verteilten Problemlösung und der künstlichen Intelligenz. Agenten sollen nicht nur von einem Hersteller implementiert werden können, sondern auch Schnittstellen aufweisen müssen um Module unterschiedlicher Hersteller aufnehmen zu können. Die Offenlegung und Standardisierung von Schnittstellen zwischen allen Teilen des Managementsystems ist daher eine weitere Notwendigkeit der Erhöhung der Flexibilität. 2   Das Agent Extensibility Protokoll - AgentX 2.1 Einstieg Im klassischen SNMP-Management hat der Manager über den Agenten lesenden und/oder schreibenden Zugriff auf die Agenten-MIB (Management Information Base). Die Agenten-MIB ist eine Sammlung von Variablen, die charakteristisch sind für das Verhalten des Managed Node. Diese MIB-Variablen werden beim Internet-Management auch als Managementobjekte bezeichnet. Bisher war es immer so, daß auf einem Agenten immer nur ein MIB-Modell implementiert wurde, doch die Existenz vieler MIBs aus unterschiedlichen Quellen legt natürlich den Wunsch nahe, eine Koexistenz mehrerer MIB - Modelle auf einem Agenten zu unterstützen(HAN_99). Eine solche Möglichkeit wird in RFC 1592 beschrieben. Den einzelnen MIB-Modulen sind sogenannte Subagenten zugeordnet, die mit dem (Haupt-) Agenten des Managed Nodes am Anfang über das Distributed Protocol Interface (DPI) kommunizierten. DPI (RFC1592) erlaubt dynamisches Hinzufügen und Entfernen von Subagenten und MIBs, ohne den Hauptagenten neu zu kompilieren. Das AgentX (RFC2257) Protokoll ist eine Weiterentwicklung von DPI. Das Hauptziel ist es, SNMP Agenten zur Laufzeit erweitern zu können und dadurch Agentensysteme flexibler und besser skalierbar zu machen.  AgentX sieht eine noch klarere Trennung als DPI zwischen Hauptagent und Subagenten vor. Im RFC heißt es: “The master agent is MIB ignorant and SNMP omniscient, while the subagent is SNMP ignorant and MIB omniscient for the MIB variables it instantiates.” Hauptagenten interpretieren die SNMP Protokolloperationen und transformieren sie in AgentX Protokolloperationen. Für den Anschluß an die konkrete Managementressource sind nur die Subagenten zuständig. Mit AgentX können Subagenten entwickelt werden, ohne andere Subagenten berücksichtigen zu müssen, die eventuell bereits auf der Komponente existieren.
  
Software Engineering (Taschenbuch)
von Ian Sommerville
Siehe auch:
Software Engineering. Mit UML und dem Unified Process
von Wolfgang Zuser
Moderne Betriebssysteme
von Andrew S. Tanenbaum
Software Engineering
von Jochen Ludewig
Computernetzwerke
von Andrew S. Tanenbaum
 
    
     
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